Vorwort

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

zu sagen, die Medien- und Unterhaltungsbranche befinde sich in Bewegung, wäre eine glatte Untertreibung. Stattdessen erlebt die Branche momentan ihre tiefsten Umwälzungen seit Jahrzehnten. Die entscheidende Triebfeder dieser Entwicklung ist selbstredend die Digitalisierung, die neue Angebote wie Videostreaming entstehen lässt und zugleich klassische Segmente wie den Zeitungs-, den Zeitschriften- oder den Buchmarkt unvermindert unter Druck setzt. Aufgrund des unverminderten Booms bei Videospielen für Smartphones und Tablets wird der deutsche Gaming-Markt 2020 erstmals größer sein als der gesamte deutsche Zeitschriftenmarkt.

Wie wird die Entwicklung in den nächsten Jahren weitergehen? Was sind die kleinen Trends, was die großen Linien, an denen sich Entscheidungsträger in der deutschen Medienbranche ihre Geschäftsmodelle in Zukunft ausrichten müssen? Um bei solchen Fragen eine Orientierung zu geben, haben wir auch in diesem Jahr wieder den German Entertainment and Media Outlook für Sie zusammengestellt – übrigens zum 15. Mal seit dessen Einführung 2003. Er soll Ihnen einen umfassenden Überblick über sämtliche Daten und Prognosen der Medien- und Unterhaltungsbranche in Deutschland geben. Im Mittelpunkt unserer Untersuchung stehen auch diesmal wieder die Schlüsseltrends nicht nur für die Branche insgesamt, sondern auch für ihre Segmente. Um den gravierenden Veränderungen in der Branche gerecht zu werden, haben wir die Zahl der untersuchten Bereiche um drei erweitert. Neu hinzugekommen sind die Segmente Datenkonsum, Virtual Reality und eSport.

Um ganz kurz schon die beiden wichtigsten Ergebnisse vorwegzunehmen: Die deutsche Medien- und Unterhaltungsbranche ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 % gewachsen. Und: Auch für die kommenden Jahren bleiben die Aussichten positiv. So rechnen wir für die Jahre bis 2021 mit einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von 2,4 %. Verglichen mit den 76,2 Milliarden Euro von 2016 käme der deutsche Medienmarkt 2021 somit auf ein Volumen von 85,7 Milliarden Euro.

Der German Entertainment and Media Outlook erscheint in diesem Jahr zum vierten Mal in einer digitalen und interaktiven Onlineversion. Entdecken Sie die Möglichkeiten, die Ihnen das Onlinetool bietet, klicken Sie sich durch animierte Grafiken und Zeitreihen und entdecken Sie die Trends der Medienbranche, die unser Expertenteam für Sie herausgearbeitet hat. Bei Fragen und Beratungswünschen steht Ihnen das Branchenteam von PwC gern zur Verfügung. Unsere Kontaktdaten finden Sie auf der Seite unter dem Stichwort „Ihre Ansprechpartner“.

Ich wünsche Ihnen eine informative und anregende Lektüre!

 

Werner Ballhaus

Leiter des Bereichs Technologie,
Medien und Telekommunikation


German E&M Outlook